„Kapitalismus und Krise“ Vortragsabend mit Claus Peter Ortlieb

Die Geschichte des Kapitalismus erscheint als ein dauernder Wechsel von Prosperitätsphasen und Krisen. An der Beantwortung der Frage, warum Krisen im Kapitalismus unvermeidlich sind, haben sich verschiedene Theoretiker versucht (Marx, Keynes, Schumpeter u.a.). Manche der Krisenerklärungen suggerieren das Bild einer ständigen Wiederkehr des Immergleichen. Sie übersehen dabei, dass der Kapitalismus historischer Prozess mit einer Zeitrichtung ist, die in der Entwicklung seiner Produktivkräfte wurzelt: Obwohl der Kapitalismus auf der Ausbeutung menschlicher Arbeit beruht, treibt er selber die Ersetzung menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen immer weiter voran und kommt mit dieser Entwicklung immer weniger zurecht, was sich etwa im „Gesetz vom tendenziellen Fall der Profitrate“ ausdrückt. Letztlich wird die kapitalistische Produktionsweise an ihrer eigenen widersprüchlichen Dynamik scheitern. Es gibt einige Indizien dafür, dass der globale Kapitalismus aus der aktuellen Weltwirtschaftskrise nicht wieder herausfindet, ihm also keine neue Phase der Prosperität sondern der dauerhafte Niedergang bevorsteht.

Zu diesem Themenkomplex referiert Claus Peter Ortlieb (EXIT)

Der Vortrag wird am 07.12.2012 im „Cafe Median“ (Niklotstraße 5) stattfinden. Beginn ist um 19:00 Uhr.