Selbstverständnis – Antisexismus

Nahezu überall auf der Welt leben die Menschen in patriarchalen Zuständen, sprich in Gesellschaften, in welchen mehr oder minder ausgeprägt „Männer“ über „Frauen“ herrschen.
Dabei werden diese zwei Geschlechterrollen konstruiert und aus diesen Konstrukten werden bestimmte Eigenschaften abgeleitet, beispielsweise, dass „Frauen“ sanft seien oder dass „Männer“ keine Gefühle zeigen können.
Diese Geschlechterrollen sind dabei aber allein schon aus wissenschaftlicher Sicht Blödsinn und entsprechen nicht der Realität, da es z.B. mehrere Formen von Intersexuellen gibt, also Menschen, die biologisch gesehen weder dem „männlichen“ noch dem „weiblichen“ Geschlecht zuzuordnen sind. Weiterhin gibt es etliche Menschen, die sich selber einem anderen Geschlecht zuordnen würden, als jenes, in welches sie die Gesellschaft sozialisieren möchte, oder von sich sagen, dass sie gar keinem Geschlecht zugeordnet werden möchten. Hinzu kommt, dass patriarchale Gesellschaften in der Regel auch mit Heteronormativität zusammen fallen, sprich mit der Ideologie, dass „Männer“ und „Frauen“ nur Menschen des jeweils anderen Geschlechts lieben dürfen, während Homosexuelle als abnormal oder krank angesehen werden.
Alle Menschen, die aus der konstruierten Zweigeschlechtlichkeit der heutigen Gesellschaft
herausfallen, erfahren viel zu häufig Ablehnung und Diskriminierung, bzw. werden von der Gesellschaft in Rollen gezwängt, die ihnen nicht entsprechen und aus denen sie auf Dauer großen psychischen Schaden davontragen.
Darüber hinaus ist natürlich allein schon das Herrschaftsverhältnis, in welchem „Männer“ über „Frauen“ stehen, vollkommen reaktionär und ohne jegliche Sinnhaftigkeit.
Heutzutage zeigt sich diese Ungleichbehandlung z.B. in niedrigeren Löhnen bei „Frauen“ oder durch erzwungene Verschleierung in extrem patriarchalen Gesellschaften, in welchen fanatische Islamist_innen die Regierungsgewalt inne haben.
Wir stellen uns daher gegen jede Form des Sexismus, der Heteronormativität und der Homophobie.
Jede_r möge sich als das bezeichnen, als was mensch sich fühlt und lieben, wen er_sie möchte.